Das besondere Wort: Blut (Erbengel)

In der Reihe das besondere Wort in Buchzitaten:

Blut


Jessica schüttelte einfach nur fassungslos den Kopf.
»Ich meine es ernst. Du wirst die Blutung nicht stoppen können,
und wir wissen beide, was das bedeutet.«
Tränen traten Jessica in die Augen, und sie war unfähig, irgendetwas
anderes zu tun, als einfach nur weiterhin den Kopf
zu schütteln.
»Mein Blut?« presste sie hervor, obwohl sie seine Antwort
schon kannte.
»Eher sterbe ich, als dir etwas von deiner Zeit zu nehmen.«
Verzweifelt schaute sich Jessica um. Mit tränenverhangenem
Blick konnte sie einen Besteckkasten ausmachen, den sie zu sich
holte. Mit zitternden Fingern nahm sie sich eines der spitzen
Steakmesser.
»Tu das nicht!«, flehte Samuel. »In meinem Zustand kann ich
mich vielleicht nicht beherrschen.«
Eine Sekunde nur zögerte Jessica, dann zog sie sich die Klinge
mit einer schnellen Bewegung über das Handgelenk. Dunkles,
dickes Blut quoll augenblicklich aus dem Schnitt, und ein brennender
Schmerz zog ihren Arm hinauf.
»So schwach wie du bist, werde ich dich aufhalten können.
Ich lasse dich hier auf keinen Fall sterben!« sagte Jessica überraschend
fest und versuchte, Samuel ihr Handgelenk auf den
Mund zu drücken.
»Nein!«, keuchte Samuel und drehte seinen Kopf zur Seite.
Verzweiflung schwappte in Jessica hoch, als sie, nunmehr vor
Tränen blind, versuchte, irgendwie ihren Arm unter Samuels
Kopf hindurch an seinen Mund zu bekommen.


Das besondere Wort Blut kommt in dem Fantasy-Roman Erbengel von Tanja Kruber 11 mal vor.


Erbengel