Seite 20: Eine Reise ins Licht

Seite 20

Ich komme wieder, aber ich werde nicht ewig auf deine Antwort warten. Denn es gibt genug da draußen, welche mir jederzeit folgen würden.“
Ihn fröstelte immer noch. Nur langsam wich die Angst aus seinen Gliedern. Er fragte sich, ob er langsam den Verstand verlöre, aber dann sagte er sich, dass dies wohl nicht so schnell gehen werde. Er dachte, es sei wohl nur ein Traum gewesen. Und dass er wie Espenlaub zitterte, lag wohl nur an der Kälte. Er stand auf und nachdem er erneut etwas getrunken hatte, begann er, im Zimmer auf und ab zu laufen. Er hoffte, so die Kälte vertreiben zu können. Nach einer Ewigkeit wurde ihm langsam wieder wärmer und er kehrte gedanklich zu seinem seltsamen Traum zurück. Was wollte er ihm nur sagen und warum gerade ihm, wenn es doch angeblich da draußen so viele andere gab, welche sie haben konnte?! Er merkte, dass sein Magen anfing zu knurren. Der Hunger übermannte ihn und er hätte Berge verschlingen können. Aber es gab nichts außer dieser einen Mandel. Auch hatte ihm Antarros gesagt, wenn er seinem Verlangen nachgeben würde, wäre alles umsonst. Indigor wusste, dass das Gefühl des Hungers nachlassen würde, sobald sich sein Körper daran gewöhnt hatte. Um sich abzulenken, ging er durchs Haus, auf der Suche nach einem Gefäß. Er fand eine alte Blechdose, füllte sie mit Wasser und gab der vertrockneten Pflanze etwas Wasser. „Mehr bekommst du nicht“, sagte er.


Seite 20 aus dem Büchlein Eine Reise ins Licht von Aud Tauber.

Aud Tauber Eine Reise ins Licht