Seite 20: Geraubte Seele

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Irgendwann drückte er so fest zu, dass ich dachte, er würde mir
die Hüften zertrümmern. Daraufhin versenkte er kurz sein Gesicht
zwischen meinen Schulterblättern.
»Ich habe Lust, deinen Arsch heute noch öfters zu ficken. Du
hast nun dafür zu sorgen, dass ich es kann.« Während er sprach,
löste er die Karabiner von der Kette, und da ich keinen festen Halt
hatte, plumpste ich wie ein Sandsack runter auf den Boden. Mit
offenem Hosenstall begab er sich zum Tisch und stöberte das Folterwerkzeug
durch.
»Erst dann ist dein Dienst hier zu Ende. Und je länger du dafür
brauchst, umso härter wird deine Strafe.« Er kam mit einem
Satz Metallklammern zurück, stellte sich vor mich hin und wartete,
bis ich mich mit zusammengebundenen Handgelenken und der
Spreizstange zwischen den Knöcheln aufrichtete.
Ich wusste, dass ich um die Strafe nicht herumkomme. Schließlich
sorgte gerade meine Bestrafung bei ihm für genügend Lust. Ich
wartete, bis er mir den Knebel abnahm, und gab ihm zu verstehen,
wie sehr ich mich um das Ausführen seiner Anweisung bemühen
würde.
»Ja, mein Herr. Vielen Dank, mein Herr. Ich werde mein Bestes
tun, um jede Ihrer Aufgaben und Wünsche zu Ihrer vollsten Zufriedenheit
zu erfüllen.«

Irgendwann bekam er tatsächlich genug. Er nahm mir die Manschetten
ab und ließ mich alleine, damit ich mich in Ruhe duschen,
anziehen und meine anderen Sachen zusammenpacken konnte.
Als ich aus dem Zimmer kam, stand er am Fenster und blickte
dem Sonnenaufgang entgegen. So sehr er die letzten Stunden auf
Augenkontakt achtete, traute er sich jetzt nicht, mich anzusehen.
»Das Taxi wartet schon«, blickte er in die Ferne. Wortlos begab
ich mich zur Tür. Ehe ich hinter dieser verschwand, drehte er sich
doch noch um.


Seite 20 aus dem Buch Geraubte Seele von Zoe Zander.

Geraubte Seele Zoe Zander