Seite 20: Zu Hause in Deutschland

Seite 20

All diese Fragen kann dieses Buch nicht beantworten, aber es kann dazu beitragen, auch den weißen christlich sozialisierten Deutschen aufzuzeigen, dass es diese Probleme gibt. Es kann ihnen vielleicht zum ersten Mal klar machen, dass sie selbst auch oft noch so denken und dadurch genau dieses diskriminierende Denken aufbrechen. Das wäre ein erster Schritt, auf den andere, wie die Beantwortung der Frage nach dem Warum folgen können. Vor allem aber, was mir wichtiger erscheint, als das Warum zu klären, soll das Buch dazu beitragen, durch das Aufzeigen der Situation diese zu verändern.

Denn wer ein Problem erkennt, kann dieses auch beseitigen. Wer erkennt, dass er/sie unbewusst unterscheidet, wo es nichts zu unterscheiden gibt – nicht bei den Ankommenden und nicht bei den immer Dagewesenen – kann die Zukunft gemeinsam auf Augenhöhe lebenswert machen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Marina Maggio für ihre Idee, beim Verlag 3.0 für die Möglichkeit, dieses Buch zu veröffentlichen und vor allem bei allen Autorinnen und Autoren, die uns ihre Texte zur Verfügung stellen und ihre Honorare spenden. (Alle Honorare von Autor*innen und Herausgeberin, die durch den Verkauf dieses Buches entstehen, gehen in die Flüchtlingsarbeit oder in Empowerment-Projekte.)

Und nicht zuletzt geht ein riesiges Dankeschön an die großartige Sängerin und Songwriterin Astrid North, die sich die Zeit genommen hat, ein Vorwort für diese Anthologie zu schreiben.

Osnabrück, November 2016


Seite 20 aus der Anthologie Zu Hause in Deutschland von Herausgeberin Maria Braig.
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