Seite 20: Sena – Die letzte Amazone

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Neben dem etwa fünfzehn Jahre alten Mädchen lag
ein unförmiges Tier, das ein klein wenig wie ein Hund
aussah, zumindest aus der Ferne.
Sena landete neben dem Mädchen und stieß es an.
Erschrocken fuhr sie aus dem Schlaf. Irgendjemand
hatte sie geweckt. Sie sah sich um. Orger lag neben
ihr und schlief. Er hatte sich zusammengerollt wie ein
Hund. Sena reckte sich und gähnte herzhaft. Dann
stand sie leise auf, um den armen Orger nicht zu
wecken. Sie hatte ihn gestern ordentlich gescheucht,
und das, obwohl er immer noch leicht verletzt war. Sie
hob vorsichtig seine Pfote hoch und sah sie sich an.
Die Pfote war angeschwollen, rissig und sehr dreckig,
aber über den Wunden hatten sich schon Krusten gebildet.
Sena beschloss, ihn noch ein bisschen schlafen zu
lassen und sich lieber zu waschen. Sie hörte in der
Nähe das Plätschern eines Baches und wollte sich den
getrockneten Schleim von Orger endlich aus den Kleidern
und den Haaren waschen. Sie fühlte sich wirklich
dreckig.
Am Bach angekommen zog sie sich aus und stieg
hinein. Zum Glück hatte er keine so starke Strömung.


Seite 20 aus dem Fantasy-Roman Sena – Die letzte Amazone von Jana Maria Schulz.

Sena Jana Maria Schulz